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Smarthome-Lösungen im Vergleich – Wie zukunftsweisend sind die Systeme?

10.01.2018 | Kommentare
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Intelligentes Zuhause = einfaches Leben?

 

Verschiedene Hersteller und Anbieter wagen sich mittlerweile an die Entwicklungen kabelloser Automationen des Heims – das Smarthome ist das intelligente Haus der Zukunft. Sicherer, energiesparender und alltagserleichternder sollen die neuen Features sein. Welche Rolle sie in der Welt der Digitalisierung spielen, haben wir bereits im Artikel Smarthome – die dritte Welle der Digitalisierung diskutiert. Was die einzelnen Systeme bisher leisten können und wie zukunftsweisend die Technologien sind, wird anhand von ausgewählten führenden  Smarthome-Lösungen den Fokus im Folgenden bilden.

Im Kern lassen sich die Systeme bereits alle über eine mobile App für iOS oder Android  steuern. Dies kann mithilfe des Smartphones/Tablets und einer dazugehörigen Basisstation erfolgen, durch die Geräte vernetzt und über die zugehörige App bedient werden. Eine zweite Möglichkeit bieten Sprachassistenten in Form von Audio-Geräten mit integrierten Lautsprechern, die durch Schnittstellen zu Internetdiensten eine digitale Kommunikation mit den Nutzern ermöglichen. Doch wie sinnvoll und benutzerfreundlich sind die verfügbaren smarten Anwendungen für die Verwender und wie wird sich die Technologie des Smarthomes weiterentwickeln?

 

Vergleich von Smart Speakern

Zunächst der Blick auf die Sprachassistenten: Für diesen Vergleich stehen sich Amazon Echo und Google Home gegenüber. Beide Hersteller bieten ihre Standardmodelle auch in einer kleineren, platzsparenden Version an (Echo Dot und Google Mini) – dabei wird darauf geachtet, die Modelle in ansprechende, schlichte und moderne Designs zu hüllen. Die Installation erfolgt bei allen Modellen recht einfach über Internetzugang und App – Amazon Echo begrüßt seinen Nutzer mit der Assistentin Alexa, Google Home spricht man mit „Ok Google“ an. Beide Systeme beantworten Fragen mithilfe von Internetrecherchen. Unterschiede gibt es von Hersteller zu Hersteller im Klang der Stimme des Gerätes. Angestrebt wird ein nicht zu mechanischer Klang, da die Sprachassistenten sich wie ein angenehmer und intelligenter Mitbewohner in den Alltag der Nutzer „integrieren“ sollen.

Speichern von Kalendereinträgen, Erinnerungen, Wettervorhersagen, Nachrichtenabfragen sowie die Steuerung von Smarthome-Anwendungen sind nur einige Funktionen der Smart Speaker. Egal ob das Leuchtsystem Philips Hue oder die Heizthermostate von Honeywell – beide Anbieter arbeiten mit einer Vielzahl von Partnern zusammen, deren smarte Geräte sich über eine Vernetzung mit den Sprachassistenten ebenfalls steuern lassen. Amazon hat mit seinem, in Deutschland vor kurzem erschienen, Echo Show einen Lautsprecher mit Display auf den Markt gebracht, der als Informationsstation einen audiovisuellen Assistenten bietet – und diese Verknüpfung zeigt die  Weiterentwicklung der Produkte. Sie werden stetig optimiert und an verschiedene Bedürfnisse der Nutzer angepasst. Dadurch kommt auch die sich entwickelnde Modellvielfalt zustande.

Eine Verknüpfung des Smarthome-Systems über eine App und die Ansteuerung aller darin enthaltener Geräte (auch außer Haus) bietet Apple mit seinem HomeKit, der zugehörigen Home App und der Sprachassistenz Siri – auch Apple kooperiert mit anderen Partnern und bringt wiederum andere Verknüpfungen heraus. Mit der Funktion „Szenen“ sollen zukünftig mehrere Geräte gleichzeitig bedient werden, z.B. wird mit einem „Guten Morgen“ die Kaffeemaschine eingeschaltet und die Jalousie hochgefahren.

 

Vergleich von Smarthome-Systemen

Im Anklang an das Apple HomeKit sollen nun zwei Smarthome-Systeme als Exempel für die  Entwicklung der verschiedenen Lösungen dienen. Sowohl Bosch mit Smart Home als auch die Telekom mit Magenta SmartHome stehen beispielhaft für bereits umfangreiche Technologien in diesem Bereich. Bosch deckt die Einsatzbereiche Heizung/Klima, Sicherheit und Licht ab (wieder mit Philips Hue) und entwickelt größtenteils eigene Gerätetechnologien. Der Bosch Controller bildet die Basisstation, die am besten zentral im Haus funktioniert – eine Installation der Geräte kann hier außerdem über den QR-Code der Produkte erfolgen. Das Magenta SmartHome besteht ebenfalls aus einer Home Base (für die monatlich eine Nutzungsgebühr fällig wird). Die Technologie basiert jedoch auf dem Qivicon-System – eine herstellerübergreifende Lösung für das Smarthome, u.a. von Miele, Samsung, Philips Hue oder eQ-3 – und sorgt damit für eine hohe Komptabilität mit Geräten vieler Anbieter im Bereich Energie, Sicherheit und zusätzlich Multimedia.  Zudem besitzen beide Systeme eine Schnittstelle für Amazon Echo – dadurch lassen sich die Geräte nicht nur per App, sondern ebenfalls über eine Sprachassistenz steuern. Je nach Präferenz kann der Benutzer derzeit zwischen diesen Bedienungsmöglichleiten seines Smarthomes wählen, insofern er sich im Haus befindet.

Nicht nur der Wunsch nach mehr Komfort und Lebensqualität bewegt die Nutzer der Smarthome-Anwendungen zur Anschaffung der Systeme, sondern vor allem das Bedürfnis nach höherer Sicherheit. Auch eine effiziente Energienutzung, um Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen, ist ein Grund für eine Investition in die Systeme. Auch multimediale Spielereien und der Spaß am Umgang mit Technik bewegt die Nutzer zum Kauf der Systeme – welche Geräte angeschafft werden, ist natürlich auch abhängig vom Budget des Kunden: Das gesamte Haus smart werden zu lassen, ist eine Investition. Abschreckend wirkt für potenzielle Kunden nach wie vor das Thema Sicherheit. Die Angst ist groß, dass Techniken gehackt und Daten gestohlen werden können –  oder im Ernstfall auch mehr. Gerade die Unsicherheiten im Bereich Datenschutz, insbesondere bei Sprachassistenten, halten eventuelle Käufer von der Anschaffung der digitalen Helfer ab. Man muss aber festhalten, dass die Systeme noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen und stetig verbessert, sicherer und durch weitere Komponenten ergänzt werden. Für die Erweiterung des Angebots sind deshalb das Feedback der Nutzer sowie die Beachtung ihrer Bedürfnisse für die Hersteller unerlässlich.

 

Smarthome – eine unaufhaltsame Entwicklung?

Die stetige Weiterentwicklung der Systeme in Bezug auf die einzelnen Geräte, Verknüpfungen mit Apps sowie anderen Anbietern und einen umfassenden Schutz der Nutzerdaten zeigt, dass die Innovation der Smarthome-Systeme großes Potential hat.

Wie die Nutzerzahlen belegen, befinden wir uns derzeit am Beginn einer enormen Umstellung, die immer mehr Interessenten findet. Die Hauptanwendungsbereiche sind Komponenten zur Sicherheit, intelligente Energiesteuerung sowie multimediale Verknüpfungen, die der Unterhaltung dienen. Mit der konstanten Verbesserung der Systeme sowie durch die wachsende Zahl an Partnerschaften der Hersteller und Anbieter untereinander entstehen neue Vorteile für die Nutzer. Diese werden in Verbindung mit der voranschreitenden Entwicklung des IOT dazu führen, dass sich auch der noch kritische Teil der Bevölkerung von Smarthome-Lösungen überzeugen lassen wird.

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