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Showrooming

16.09.2012 | Kommentare
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Kaum ein stationäre Händler unternimmt irgendetwas gegen den „Beratungsdiebstahl“. Viele Kunden gehen in den Laden und kaufen letztendlich das Produkt doch im Netz. Globetrotter ist eines der noch wenigen Unternehmen, das versucht etwas für Unterhaltung und Design in ihren stationären Geschäften zu tun, um gegen die Konkurrenz im Internet vorzugehen. Dieses Konzept hat auch einen Namen, nennt sich „Showrooming“ und ist in den USA bereits weit verbreitet.

In der Hamburger Filiale von Globetrotter hat das Unternehmen einen Glaskasten aufgestellt, der eine Kältekammer simuliert. Bei minus 20 Grad Celsius können Kunden diesen betreten und herausfinden wie sich Daunenjacke und Schlafsack gegen die Kälte schlagen. Neben dieser Kammer präsentiert die Filiale eine Kletterwand oder eine stockdunkle Ecke, in der Taschenlampen getestet werden können. Die Herrentoilette ist als Bretterverschlag mit Plumpsklo und Meerblick gestaltet.

Aber auch in anderen Filialen versucht Globetrotter in Zeiten des Internets und dadurch schnellstmöglichen Preisvergleichs mehr als ein langweiliges Geschäft zu bieten. In Köln werden Tauchkurse in einem 5 Meter tiefen Becken angeboten, in München simuliert man Höhentrainings und in Leipzig gibt es Pools zum Kanufahren. Klingt nicht nur nach einem Kauferlebnis, das ist es auch. Kunden können und wollen Produkte im Geschäft anfassen und auch testen. Genau deshalb versucht Globetrotter sich mit dem „Showrooming“ und ist dabei nachweislich nicht auf dem verkehrten Weg. Satte 10% mehr konnten die Hamburger letztes Jahr umsetzen, davon zwei Drittel im stationären Laden.

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