(No Ratings Yet)
Loading...

Pinterest – neuer Kanal für Shops und Unternehmen?

19.03.2012 | Kommentare
0

Durch Social Media teilen wir mehr als nur Statusupdates. Wir teilen Momente, Inspirationen, Leidenschaften. Das neue soziale Netzwerk „Pinterest“ hilft dabei, diese zu bebildern. Obwohl Fotos innerhalb von Social Media mehr Interaktionen anstoßen als reiner Text, wurden sie bisher in den sozialen Netzwerken eher stiefmütterlich behandelt.

Profil-Seite bei Pinterest

 

Eigentlich ist Pinterest zwar noch im Beta-Status und nur über Invites zugänglich, aber mit vier Mio. Usern und einem rasant wachesndem Traffic in den vergangenen sechs Monaten ist Pinterest schon jetzt unter den Top Ten der sozialen Netzwerke und dennoch in Deutschland weitgehend unbekannt.

Pinterest ist deshalb so faszinierend, weil es einerseits als erste Plattform das Medium Foto (und auch Videos) als Persönlichkeitssumme aus visuellen Eindrücken inszeniert, teilbar und interaktiv macht. Andererseits  bietet es für Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten zur Selbstvermarktung und SEO.

Darüber hinaus ist die Bedienung echt einfach – von jeder Seite kann man über den Browser oder über eine App Material pinnen.

How to Pin

Zunächst kann man ein bereits registriertes Mitglied um eine Einladung bitten, oder beantragt eine solche direkt auf pinterest.com.

Sobald man eine Einladung erhalten hat, loggt man sich ein – dazu gibt es auch die Möglichkeiten einen Facebook- oder Twitter-Account zu nutzen.

Nach der Anmeldung werden verschiedene Kategorien zur Auswahl angeboten, denen man seinen Interessen entsprechend folgen kann. Über eine Suche können aber auch später noch „Boards“ gefunden werden, die zu den eigenen Interessen passen.

Danach kann man anfangen, Fotos und Videos an seine Board (die wie Ordner funktionieren) zu „pinnen“. Dazu können entweder Bilder oder Videos, die auf anderen Seiten gefunden wurden gepinnt, eigenes Material upgeloadet oder die Pins anderer User repinnt werden.

Wenn man mit der Maus über ein Bild fährt, wird am oberen Rand die „Repin“-Option angezeigt. Alternativ kann auch „Like“ geklickt oder direkt kommentiert werden.

Meine "geliebten" Produkte bei Pinterest

 

Pinterest und Unternehmen

Dass Pinterest an mancher Stelle als Netzwerk für Frauen mit Modespleen verschrien ist, wird den Möglichkeiten für Unternehmen in keinster Weise gerecht.

Es ist wahr, dass die Mehrzahl der US-Nutzer (ca. 70%) weiblich ist. In Deutschland sieht das aber bisher ganz anders aus.

Zwar sollten auch auf Pinterest Kommentare moderiert werden, sonst ist Pinterest aber hauptsächlich durch Push-Kommunikation geprägt. Es geht bei Pinterest in erster Linie um ein visuelles Selbstportrait und um Themen.

Es heißt nicht umsonst „Pin what you know and love“. Außergewöhnliche, ansprechende, schöne, witzige, eigenartige oder persönliche Fotos sind gefragt und keine 0-8-15 – Corporate-Bilder.

Für Interaktionen über das normale Pinnen hinaus gibt es viele Möglichkeiten. Beispielsweise könnten die User aufgerufen werden, ein Foto mit einem Produkt des eigenen Unternehmens zu pinnen.

Der enorme Pluspunkt von Pinterest für Unternehmen besteht einerseits in den SEO Optionen und andererseits in einem potentiellen Nutzen zum E-Commerce ohne ein zu aufdringliches Anpreisen.

Diese beiden Punkte sind durch die Funktionsweise von Pinterest miteinander verbunden. Wichtig ist, dass trotz aller SEO-Anstrengungen die Höflichkeits- und Relevanzregeln beachtet werden. So sollte beispielsweise nicht nur von einer Quelle pinnen, sondern unterschiedliche Quellen nutzen. Repins von Material von anderen ist erwünscht und baut außerdem das eigene Netzwerk und Beziehungen auf.

Außerdem sollte man das eigene Profil pflegen und möglichst originell sein. Also: nicht unbedingt die Default-Boards behalten, sondern viele spezielle eigene Boards kreieren.

Bleibt da noch das Problem mit dem Urheberschutz. Da es oft zu Streitigkeiten kommt, wenn geschützte Inhalte  insbesondere Bilder in sozialen Netzwerken geteilt werden, will ich an dieser Stelle auf einen Blog Post eines Anwaltes verweisen, der sich sehr ausführlich dem Problem annimmt.

Im Moment haben sich bisher wenige deutsche Unternehmen vorgewagt und eine eigene Seite bei Pinterest angelegt. Einige habe ich aber dennoch schon gefunden. Besonders Hotels und Touristikunternehmen zeigen, was sie bieten aber auch einige kleine (Lifestyle-) Shops sind zu finden. Hier ein paar Beispiele, die zeigen, wie das aussehen kann.

Pinterest und die Touristikbranche:

Städtetrips Bilder -Pinterest-Seite von Best Western Hotels

 

Pinterestseite von HSR (Hotelbuchungs Portal)

 Onlineshops bei Pinterest:

Unternehmensseite von avocadostore.de

Unternehmensseite von audible.de Hörbuch-Portal

Zum Weiterlesen: http://www.webathleten.de/blog/social-media/20-beispiele-fuer-deutsche-pinterest-unternehmensprofile/

http://www.smo-handbuch.de/00291/pinterest-als-shopbetreiber-richtig-einsetzen/

 

(No Ratings Yet)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.