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Mobile Web-Experience oder Mobilegeddon in Deutschland?! – Ergebnisse und Rückschlüsse der aktuellen Studie von Crisp Resarch

19.10.2015 | Kommentare
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Mobil optimierte Webseiten – eine Selbstverständlichkeit in Zeiten allgegenwärtiger Smartphones und Tablets?! Dieser Frage geht die aktuelle Studie „Mobile Web Experience in Deutschland –
Verschlafen deutsche Unternehmen die mobile Revolution?“ nach. Der Titel lässt es erahnen -deutsche Unternehmen haben viel Nachholbedarf.


Die Optimierung mobiler Webseiten macht Sinn. Zweifelsfrei. Kunden, die zum Onlineshopping auf Tablet oder Smartphone umständlich scrollen und suchen müssen, sind nicht nur genenervt, die Kaufwahrscheinlichkeit nimmt gleichzeitig rapide ab. Der Fakt, dass 2015 schon jeder vierte Euro im E-Commerce über mobile Geräte generiert wird – Tendenz rasant steigend – unterstreicht die wirtschaftliche Notwendigkeit der Optimierung.


Doch erst Google´s Mobilegeddon öffnete vielen Unternehmen die Augen. Die strikte Sanktionierung nicht-optimierter Webseiten im Such-Algorithmus ließ eine Vielzahl von Unternehmenswebsites im virtuellen Nirvana verschwinden. Die Ergebnisse der Studie von Crisp Research in Zusammenarbeit mit der T-Systems Multimedia Solutions GmbH zeigt Widersprüche und mahnt an. Dafür wurden über 500 Unternehmen über alle Wirtschaftszweige hinweg befragt und deren Websites analysiert.


Key Facts – Deutsche Unternehmen nur Viererschüler


  • Widersprüchlich: Die Studie zeigt ganz deutlich, Theorie und Praxis, sowie Anspruch und Wirklichkeit – sie klaffen weit auseinander. Ein Drittel der Unternehmensentscheider hält die eigene Website für optimiert, dieses Prädikat verdiente sich jedoch kaum eine der Websites. Insgesamt erreichten deutsche Unternehmen einen Score von 56,6 von 100 Punkten – in Schulnoten wäre das zwar bestanden, allerdings nur mit Note 4. Ein enttäuschendes Ergebnis, besonders vor dem Hintergrund, dass 80% angeblich eine Mobile Strategy „leben“.

  • Hilfe suchend: Unternehmen wollen und brauchen professionelle Hilfe bei der Optimierung. Die Einbindung eines Partners in das Optimierungsprojekt bereits in der Planungsphase ist dabei besonders wichtig. So bewerten das auch die befragten Unternehmen. Externe Unternehmen mit viel Erfahrung kennen die größten Herausforderungen und bieten entsprechende Lösungskonzepte.

  • Branchenunterschiede: Während sich der Handel mit einem Gesamtscore von 62 zwar auch nicht mit Ruhm bekleckerte, liegen sie dennoch recht deutlich vor der Logistik- und Transportbranche (52) und dem Schlusslicht, der Energiebranche (51). Überraschend weit oben angesiedelt im Ranking ist die eher kundenferne Chemiebranche (61).

  • Responsive: Der Übergang von dediziert mobilen Websites hin zum RWD (Responsive Web Design) schreitet voran. Die deutlichen Vorteile des RWD wurden von den Unternehmen erkannt und ergriffen. Die umständliche Integration neuer Funktionen mit Leistungseinbußen hat demnach ein Ende.

  • Technical Problems: Die Umsetzung aus technologischer Sicht zählt zu den Problemstellen. Insbesondere die Optimierung der Bilder (23%), das Thema Browser Caching (14%) und die Minimierung Rendering-blockierender Ressourcen (1%) wurden zu selten zufriedenstellend umgesetzt.


Key Learnings – welche Rückschlüsse können Unternehmen ziehen?
Die Resultate sind insgesamt ernüchternd und die Situation ist kaum zu beschönigen. Es gilt daher klare Schlüsse aus der Studie zu ziehen. Bedingt dadurch, dass kaum ein Unternehmen einen „optimalen“ Wert erreichte, ist es für den Großteil der Unternehmen absolut möglich Versäumtes nachzuholen und dem Mobilegeddon zu entkommen. Dafür sollten folgende Punkte beherzigt werden.


  • Accept Reality
    Die teils enorme Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und Realität wirft Fragen auf: Liegt diese Fehleinschätzung am mangelnden Know-how oder an fehlender ehrlicher Selbstreflexion? Fehlt das technische Verständnis im Unternehmen, um den eigenen Webauftrifft objektiv und technisch einzuschätzen, sollten externe Spezialisten konsultiert werden. Nur so werden Schwachstellen aufgedeckt und Fortschritt vorangetrieben. Fehlende kritische Selbstreflexion dagegen schadet dem Unternehmen dauerhaft und bedroht die Wettbewerbsfähigkeit. Die Lösung klingt denkbar einfach:

  • Not without my Partner
    Die Optimierung hin zum perfekten mobilen Internetauftritt ist besonders auf technischer Ebene nicht zu unterschätzen. Kosten, die durch Eigenentwicklung „gespart“ werden, spiegeln sich schnell in sinkenden Umsätzen wieder, wenn die User Experience zu wünschen übrig lässt. Verlässliche und starke externe Partner zu finden und früh einzubinden lautet daher die Devise zum Erfolg.

  • Alway On- always ongoing
    Die Deutschen sind always on – und werden es höchstwahrscheinlich auch bleiben. Der Irrglaube, „Mobile“ sei nur ein Trend, sollte daher auch aus den Köpfen einiger Executives weichen. Ebenso wie der Glaube, die einmalige Optimierung reicht „für die nächsten Jahre“ aus. Die Lebenszyklen der mobilen Geräte überdauern kaum ein halbes Jahr – und jedes neue Gerät bringt Weiterentwicklungen mit sich, die neue Anforderungen an die mobile Darstellung mit sich bringen können.

  • Fazit
    Aus der über 50-seitigen Studie könnten mit Sicherheit noch einige weitere, kleinere Rückschlüsse gezogen werden. Die Quintessenz und Forderung an viele deutsche Unternehmen lautet jedoch: Geht kritisch mit dem eigenen Webauftritt um, versteht die Bedeutung der mobilen Optimierung und verbessert die mobile Web-Experience – am besten mit zuverlässigen externen Experten.
    Für weitere, detaillierte Rückschlüsse sei jedem die lesenswerte Studie im Ganzen ans Herz gelegt (Link zur Studie).

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