Mobile auf dem langsamen Weg zur Masse

Inzwischen besitzen knapp 24 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Smartphone und „nur“ fünf Prozent einen Tablet. Da gibt es noch Potenzial nach oben und der Wachstumstrend soll sich fortsetzen, wenn es nach der Studie geht, denn in den nächsten zwölf Monaten soll sich die Zahl der Tablet-Besitzer dann voraussichtlich verdoppeln.

Initiative D21

Die Initiative ist ein Verein und branchenübergreifendes Netzwerk von Unternehmen „mit engem Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien“ mit über 200 Mitgliedsunternehmen. Die Studie „Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?“ wurde durchgeführt von TNS Infratest und unterstützt durch die Huawei Technologies Germany. Während der Studie wurden 1.005 Telefoninterviews durchgeführt. Die Untersuchungen  sind in der Vergangenheit durch eher optimistische Prognosen aufgefallen.

Ergebnisse

Laut Studie surfen 26 Prozent der Deutschen schon mobil im Netz. Knapp 40 Prozent davon würden deutlich häufiger unterwegs online gehen, wenn die Geschwindigkeiten höher wären. 43 Prozent der Befragten können sich sogar vorstellen, das Internet nur über einen mobilen Zugang zu nutzen. Diese Nutzer würden dann also wohl auch sehr intensiv mobil einkaufen.

Was muss der Webshop mobil leisten?

Händler sollen sich somit darauf einrichten, ihre Webshops in naher Zukunft auch mobil optimal zu gestalten. Und das heißt möglichst einfach. Noch einfacher als den klassischen Webshop.

Händler müssen sich dabei noch deutlicher auf die Wünsche der Kunden fokussieren. Es macht bei der Planung wenig Sinn, eine lange Liste von Anforderungen an zu definieren. Die Ergebnisse sind dann häufig ein komplexes Monster, dass eher den Vorstellungen von IT, Einkauf, Vertrieb und Marketing entsprechen, als den Wünschen der Kunden.

Stattdessen sollten sich die Anwendungen und Shops an der “Keep it simple”-Vorgabe von Vordenkern wie Steve Jobs orientieren. Ein mobiler Webshop sollte mit dem Anspruch der einfachen schnellen Handhabung und Performance entstehen auch wenn das heißt auf Features zu verzichten.

Zentrale Ergebnisse der Studie Mobile Internetnutzung Quelle: Initiative D21 

Die Ergebnisse im Detail:

 

Gerätebesitz und geplante Anschaffung
Mobil-
telefon
Desktop-
Computer
Note-
book
Smart-
phone
Tablet-
PC
Aktueller Besitz 91,1 58,2 57,9 23,8 5
Gepl. Anschaffung 21,7 7,2 11,3 8,9 4,4

 

Einfluss mobiler Endgeräte auf die allgemeine Internetnutzung
stark
gestiegen
leicht
gestiegen
gleich
geblieben
leicht
gesunken
stark
gesunken
Gesamt 28,8 28,5 36,5 1,4 2,5

 

Mobile Internetnutzung
Gesamt nur Internetznutzer
Ja 26,5 34,8
Nein 73,5 65,2

 
Durchschnittliche Zahlungsbereitschaft für mobiles Internet

0 Euro 1 bis 10 Euro 11 bis 20 Euro 21 bis 30 Euro mehr als
30 Euro
Gesamt 5,0 23,4 26,8 23,6 14,4

 

Internetnutzung über Endgeräte
kabel-
gebunden
WLAN/WIFI
zu Hause
WLAN/WIFI
unterwegs
mobiles
Internet
keine
Nutzung
Desktop-PC 60,4 55,5 14,6 1,8
Notebook 30,8 76,4 12,8 19,9 2,7
Tablet-PC 91,8 35,4 36,6 1,9
Smartphone 59,7 25,3 59,7 18,3

 
Nutzung von Anwendungen nach Verbindungsart

kabel-
gebunden
WLAN/WIFI
zu Hause
WLAN/WIFI
unterwegs
mobiles
Internet
E Mails 45,9 57,7 6,8 17,0
Online einkaufen 30,7 40,9 1,4 5,9
Soziale Netzwerke 20,2 34,0 5,5 12,1
Film/Videos 28,1 39,0 3,8 9,4
Themen suchen 43,6 58,0 6,7 17,0
Nachrichten lesen 36,4 51,8 6,7 17,2
Lokale Info-Dienste 34,5 46,5 6,2 16,9

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