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Luxusmarken drängen vermehrt ins Internet

11.12.2012 | Kommentare
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Exklusive Marken haben es seither eher vermieden mit einem Shop ins Internet einzusteigen. Das Internet entsprach selten den Wertvorstellungen der Luxusanbieter und immer noch müssen diese beim Einstieg ins Internetgeschäft Acht geben. Doch es wagen sich so langsam immer mehr Unternehmen, vor allem aus den Bereichen Mode und Kosmetik, in die weite Welt des Internets.

Das Unternehmen Ludwig Beck, Anbieter eines Beautyshops, tat sich ebenfalls schwer diesen Schritt zu wagen, welcher sich im Nachhinein auch schwer gestaltete. Viele der angebotenen Marken kamen durch den Onlineshop das erste Mal in Kontakt mit dem Web, andere stellten ihren eigenen Auftritt zurück, um an den Erfahrungen von Ludwig Beck teilzunehmen. Gerade was den Content angeht, war dies echte Pionierarbeit, die hier geleistet werden musste, jedoch resultiert daraus auch eine temporäre Alleinstellung.

Und genau das ist es, was die Kunden von einer Luxusmarke fordern: Das Gefühl der Exklusivität. Dies ist mitunter eine schwierige Aufgabe, insbesondere wenn zwischen dem Kunden und dem Unternehmen nur eine Webseite geschaltet ist. Deshalb rät man den Marken, neben dem Internetauftritt auch einen stationären Laden zu führen, quasi als „Heimat“ der Marke.

Luxusgüter sind derzeit wieder beliebter als noch 2007, glaubt man einer Studie von Brand Trust. Der Umsatz mit exklusiven Waren stieg im Jahr 2012 um 10%, europaweit um 5%. Prognosen zufolge werden in den kommenden Jahren bis 2015 jährliche Anstiege von vier bis sechs Prozent erwartet. Immer mehr Luxusgüter werden über das Internet bestellt, was sich in einem weltweiten Wachstum von 25% widerspiegelt.

Die Gründe der bisherigen Zurückhaltung liegen in der Niedrigschwelligkeit und der wenigen Point of Sales der Luxusmarken. Damit kommt man den Kunden entgegen, die sich nicht gerne in exklusiven Shops aufhalten, da man sich für einen solchen Besuch reichlich auftakeln muss. Außerdem finden sich teure und interessante Marken nicht überall in der Bundesrepublik. Der Käufer müsste größtenteils schon in die Großstädte fahren, um die Waren zu erwerben. Da macht die Eröffnung eines Webshops sicherlich Sinn, um den Kunden direkt zuhause am PC oder Tablet abzuholen.

Gerade aber deshalb befürchten die Anbieter luxuriöser Waren den E-Commerce. Von überall kann der Kunde die Waren bestellen und sich nach Hause liefern lassen – der Aspekt der Unerreichbarkeit geht somit verloren. Dies gilt es natürlich zu vermeiden und letztlich müssen die Unternehmen einen Weg finden, wie sie trotz des Online-Kanals noch ihre Alleinstellung verteidigen können.

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  1. Rene Frank Walter am 19.04.2013

    Warum auch nicht, auch Millionäre und wohlhabende Personen haben Internetzugang :-). Nur ich denke, gekauft wird dann doch eher im Geschäft, also ich würde bestimmt keine Rolex online kaufen.

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