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iPad ist gar kein mobiles Endgerät

4.05.2012 | Kommentare
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Eine vor kurzer Zeit durchgeführte Studie aus dem Hause Etracker mit schätzungsweise 10.000 Kunden kommt zu dem Ergebnis, dass nur ca. 6% ihr iPad für den Aufruf von Internetdiensten verwenden. Die restlichen 94% gehen demzufolge den Weg über einen stationären Internetanschluss. Die Behauptung, der Markt für mobile Geräte unterliegt einem riesigen Wachstum, ist deshalb ein Irrtum – viele Studien seien demnach falsch, da nicht zwischen mobilen und stationär genutzten Geräten differenziert wird.

Bei den erwähnten „falschen“ Studien wird meistens nur die Verbreitung der neuesten Technologien auf den Geräten betrachtet. So zeigen Studien bspw. dass bereits 5% aller Deutschen ein iPad besitzen und als Folge die Nutzung des mobilen Internets rasant in die Höhe schießt. Trotz der dahinter liegenden Logik hat Etracker versucht herauszufinden, von wo aus die Nutzer der Tablets auf das Internet zugreifen. Dabei kommt das Unternehmen auf das Ergebnis, dass vom Tablet aus kaum auf das mobile Internet zugegriffen wird.

Nur 6,2% der Befragten nahmen an der Umfrage per iPad in Kombination mit mobilem Internet teil. Der Rest griff mit dem iPad über stationäre Internetanschlüsse zu, was 93,8% entspricht. Darum lässt sich auch daran zweifeln, dass Tablets in die Klasse der mobilen Endgeräte eingeordnet werden können. Durch eingeschränkte Analyseoptionen vieler Autoren kamen somit viele Trugschlüsse über Tablet-PCs zustande, die die Studien am Ende verfälschten bzw. zu falschen Schlüssen führten. Betroffen sind hierbei unter anderem Studien über die mobile Internetnutzung, Mobile Commerce oder Mobile Advertising. So kann man die Nutzung des Internets via Tablet eher mit der eines stationären Computers vergleichen, als mit einem mobilen Smartphone, was wiederum in einer falschen Einschätzung des mobilen Marktes als direkter Absatzkanal resultiert. Für eine Optimierung der Website eines Unternehmens sollte also nicht ein Reisender mit Tablet PC vor Augen geführt werden, sondern eher der heimische Couch-Surfer.

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