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Innovative Ökosysteme der digitalen Transformation – Digital Labs

19.02.2018 | Kommentare
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Willkommen im Digital Lab – hier arbeiten Experten aus verschiedenen Disziplinen gemeinsam an kreativen Ideen in einem „Ökosystem“, um einen Innovationsprozess entstehen zu lassen. Doch welche Formen der Labs gibt es derzeit, wie arbeiten sie und welchen Nutzen können sie Unternehmen bringen?

 

Digital Labs entwickelten sich in der Start-up-Szene und sind mittlerweile Bestandteile von vielen namhaften Unternehmen. Das ist kein Zufall: Hier wird mit neuen Arbeitsformen, Methoden etc. experimentiert, mit Experten gearbeitet und eine schnelle sowie innovative Lösung forciert – eine Methode vieler Start-ups, von der auch etablierte Unternehmen mittlerweile profitieren. Auf diese Weise entstehen neue Geschäftsmodelle, Innovationen werden prototypisch erprobt und Innovationszyklen deutlich verkürzt.

 

Gemeinsame Arbeit an Innovationsfragen der Zukunft

Digital Lab bezeichnet ein innovatives „Denklabor“, in dem an schnellen Lösungen gemeinsam mit den Kunden gearbeitet wird, um in möglichst kurzer Zeit einen hohen Mehrwert zu schaffen. Sie ebnen den Weg für erfolgreiche Unternehmen oder junge Start-ups zur erfolgreichen Digitalisierung – dabei befassen sie sich mit verschiedenen Fragestellungen, z.B. wie die digitalen Prozesse in Industrie- und Service-Ansätzen realisiert werden können. Mit modernen IT-Anwendungen und flexiblen Arbeitsformen schaffen sie einen neuartigen Raum für die Entwicklung von neuen Produkten oder Services.

 

Die Teams bestehen aus unterschiedlichen Branchen und Altersgruppen des Unternehmens. Dadurch soll ein „Querdenken“ von verschiedenen fachlichen Richtungen und Erfahrungen entstehen, damit sich Ideen ausbilden, die anschließend durchdacht und umsetzbar sind. Im Fokus steht das Ziel, digitale Produktideen und Geschäftsmodelle sowie individuelle Analysen und entsprechende Konzepte zu finden. Digital Labs stellen eine flexible und dynamische Form dar, um agile Entwicklungsansätze für Ideen zu schaffen.

 

Formen der Digital Labs

· Company Builder: Bei diesem Modell werden neue Geschäftsideen entworfen, wobei man in der Regel nicht auf bestehende Unternehmensstrukturen zurückgreift, sondern Neues entwickelt – z.B. kann ein Mutterkonzern ein Start-up gründen und bei den ersten Schritten unterstützen. Die Geschäftsideen müssen nicht immer auf das Kernprodukt des Mutterkonzerns abgestimmt sein.

 

· Accelerator: Hier werden Start-ups Räumlichkeiten zur Verfügung und Berater zur Seite gestellt. Auch ein erstes Investment mit geringen Firmenanteilen kann bereits erfolgen. Der Fokus in einem Accelerator liegt auf Start-ups in ihrer anfänglichen Entwicklungsphase.

 

· Inkubator: Diese Form ist dem Accelerator ähnlich – beide bieten externen Start-ups eine Umwelt, in der sie sich bestmöglich entwickeln können. Beim Inkubator erfolgt das Programm über einen längeren Zeitraum (z.B. zwei Jahre). Dadurch sind die jungen Unternehmen und ihre „Betreuer“ zeitlich flexibler.

 

· Innovation Lab: Bei dieser Form arbeiten Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen eines Mutterkonzerns an neuen Geschäftsideen. Dabei kommt unterschiedliches Expertenwissen zusammen und auf lange Sicht soll ein „Ökosystem“ mit externen Partnern entstehen.

 

Berlin Valley – Übersicht der Digital Labs

 

Digital Innovation Lab und Design Thinking

Die Statistik zeigt: Insbesondere Digital Innovation Labs erlangen (z.B. durch Lufthansa) immer mehr Beliebtheit und bieten deshalb eine gute Basis, um beispielhaft die Arbeit im Lab zu erläutern. Sie stellen eine neue Art der Zusammenarbeit für Unternehmen dar, gemeinsam etwas in einem kreativen Prozess zu entwickeln. Der Vernetzungsgedanke eines multidisziplinären Teams ermöglicht gemeinsam mit variablen Räumen – der Methode des Design-Thinking – eine dynamische Zusammenarbeit und eine Entwicklung des bestmöglichen Endproduktes für den Kunden. Menschen aus unterschiedlichen Bereichen des Konzerns arbeiten dabei an der Fragestellung der Kunden, entwickeln und visualisieren gemeinsam mit ihm Konzepte. Doch nicht nur Ideen müssen dabei vorhanden sein, auch die erforderlichen Technologien – erst ein Zusammenwirken aller Komponenten des Systems lässt etwas Neues entstehen.

 

Die Ideen, die im Lab entwickelt werden, helfen den Kunden ihre Produkte digital zu erweitern (z.B. in den Bereichen Customer Journey, IoT, Big Data, Cloud). Mit (Frei)räumen für Ideen, Co-Creation, Schnelligkeit und Expertenwissen steht der Kunde im Vordergrund –  beispielsweise eine klare Fragestellung, Idee oder konkrete Initiative, z.B. der Bedarf eines Prototypen. T-Systems MMS-Experte für das Digital Innovation Lab Jonathan Schanz stellt fest: „Das Digital Innovation Lab schließt die Lücke zwischen Orientierung und Umsetzung – zwischen dem Sammeln, Ausarbeiten und Verfeinern von ersten Ideen und der Umsetzung der Projekte. Das Besondere: In der regulären Projektarbeit wird für den Kunden kreiert – im Digital Innovation Lab werden Ideen gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet.“

 

T-Systems MMS

 

Die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden stehen im Vordergrund. „Dabei ist eine iterative Methode entscheidend“, erklärt Jonathan Schanz. „Die Idee wird stetig betrachtet und beurteilt, ob sie noch den Vorstellungen beider Seiten entspricht.“ Die ständige Rückkopplung zwischen Entwickler und Kunden sorgt für ein stetiges Feedback zu den Prozessen. Auch die Einbindung der Perspektive des Endnutzers fördert die Realisierung praxisnaher, innovativer sowie marktfähiger Produkte und Services. Falsche Ansätze können so schnell erkannt, Misserfolge als Lernerfahrung verbucht und Erfolge weitergedacht werden.

 

Bedeutung des Digital Labs

Die entwickelten Ideen sind am Markt orientiert und zukunftsweisend. Durch Prototypen werden sie schneller greifbar und können mit Nutzern getestet werden. Fehler werden dadurch schneller erkannt und der Kunde erhält somit eine schnelle Sicherheit für seine Investition und greifbare Innovationen. Dafür werden die Experten benötigt, die durch das Lab je nach Thema gestellt werden und die jeweiligen Schritte und Methoden vorstellen. Die Kunden werden somit durch den Prozess der Innovation begleitet und aktiv eingebunden.

 

Digital Labs bieten Potential für neue digitale Geschäftsmodelle und die Änderung von veralteten Geschäftsprozessen. Nicht nur Ideen müssen vorhanden sein, sondern auch die erforderlichen Technologien, um digitalen Innovationen einen geeigneten „Nährboden“ bieten zu können.

 

Immer mehr Firmen bauen eigene Labs auf – dabei sollte durchdacht werden, welche Art von Lab sinnvoll ist und wie es gelebt werden muss, damit es sowohl für Unternehmen als auch für den Kunden bzw. die Endnutzer einen Mehrwert schafft. Der offene Wissensaustausch baut ein „Ökosystem“ der Ideen mit viel Potential auf und kann als Quelle des Erfolgs dienen. Das Digital Lab kann als ein verknüpfender Bestandteil der Digital Strategy begriffen werden.

 

 

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