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Groupon schreibt rote Zahlen trotz Umsatzhoch

    14.02.2012 | Kommentare
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    Nach dem Gang an die Börse im November und der Diskussion über die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells fragt man sich ob Groupon trotz der positiven Umsatzentwicklung auch irgendwann Gewinn einfährt. Im vierten Quartal in 2011 konnte der Umsatz um signifikante 194% auf 506 Millionen Dollar (1,6 Milliarden gesamt in 2011) gesteigert werden. Nichtsdestotrotz sind die Zahlen im roten Bereich und dieses wird Investoren mittel- bis langfristig nicht befriedigen.

    43 Millionen Verlust im letzten Quartal 2011, obwohl viele mit einem Gewinn bei Groupon gerechnet haben. Grund dafür sind unter anderem die hohen Ausgaben für Marketing und Kundenbindung, die insgesamt 351 Millionen betragen. Immerhin eine Steigerung im Vergleich zu 2010. Damals musste das Unternehmen einen Verlust von 456 Millionen Dollar verbuchen.

    Die Quelle für den andauernden Verlust liegt nach Meinungen des Unternehmens in der zu schnellen Expansion. Der neue Verwaltungsstandort in der Schweiz und die Erweiterung des internationalen Geschäfts verursachten jüngst höhere Steuerzahlungen als erwartet (34,8 Millionen).

    Wie genau funktioniert eigentlich Groupon?

    Bei Groupon können Unternehmen Rabatt-Coupons für ihr Geschäft anbieten. Der Deal kommt zustande, wenn eine bestimmte Anzahl von Interessenten zuschlägt. Groupon behält eine Kommission, typischerweise rund die Hälfte des Gutschein-Werts. Das Unternehmen hat nach jüngsten Angaben insgesamt rund 142,9 Millionen registrierte Kunden – von denen mindestens 29,5 Millionen schon mindestens einmal bei einer Groupon-Rabattaktion mitgemacht haben.

    Negative Kritik findet sich im Web zuhauf. Viele Kritiker bezweifeln die Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle von Groupon & Co. So antworteten mehr als 42% der befragten Händler in einer Umfrage, dass sie nicht wieder mit Groupon zusammen arbeiten wollen. Ein Grund hierfür, die Rabatt-Aktionen sind für Händler teuer (weil rabattiert und dann noch fast die Hälfte an Groupon abzuführen) und bieten wenig langfristige Vorteile. Desweiteren sind ein Großteil der Kunden Schnäppchenjäger mit wenig Treue, bringen also den beteiligten Händlern keine langfristigen Vorteile.

    Im Rabattgeschäft ist Groupon globaler Marktführer, wird aber von Rivalen wie LivingSocial bedrängt. Bei LivingSocial lag das Minus in 2011 bei 588 Millionen US-Dollar. Der deutsche Mitbewerber DailyDeal wurde vergangenes Jahr von Google für Schätzungsweise 150 bis 200 Millionen US-Dollar übernommen wurde.

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