(1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

E-Commerce-Strategie – Was Unternehmen 2018 berücksichtigen müssen

2.07.2018 | Kommentare
0

Dass der E-Commerce die Handelswelt mitregiert, ist kein Geheimnis mehr – welche Auswirkungen dieser Umstand im stationären Handel, insbesondere für Shopping Center bewirkt, haben wir bereits auf unserem Blog beleuchtet. In diesem Beitrag möchten wir Trends vorstellen, die sich 2018 im E-Commerce entwickeln. Gleichzeitig schauen wir, was sich dadurch für Unternehmen und ihre Handelsstrategien ändert.

 

 

Umsatz im Markt für E-Commerce in Deutschland

E-Commerce in Deutschland

Dass die Umsätze im E-Commerce auch weiter stetig zunehmen, wird in der Statistik deutlich. Ein Trend, der mittlerweile marktübergreifend für verschiedenste Produktgruppen gilt. Es gibt kaum ein Nischenprodukt, welches Kunden nicht bequem im Internet bestellen können. Unternehmen aller Branchen sollten ihre Onlineshops also weiter aufrüsten, um ihre Marktposition mindestens zu halten. Doch wie gelingt das 2018 am besten?

 

 

Trends 2018

 

Omnichannel Marketing

Kein völlig neuer Trend, aber einer, in dem weiterhin viel Potenzial liegt. Omnichannel wird als das neue „normal“ gesehen – für Kunden wird der allumfassende Kanal immer selbstverständlicher.

 

Besonders Filialen müssen nachrüsten, wobei Services wie Click & Collect bereits zum guten Ton gehören. Aktuell wird der stationäre Handel weiter digitalisiert – z.B. mit dem Projekt der BahnhofsBox am Hauptbahnhof in Stuttgart. Über die Edeka-Website können Kunden Lebensmittel und Drogerieartikel mindestens vier Stunden vor dem Wunschabholungstermin in die Box bestellen, per Pay Pal oder Kreditkarte zahlen und die Bestellung mittels Barcode-Scannung aus der Box holen. Das Konzept soll 2018 in weiteren Bahnhöfen und mit anderen Anbietern wie Apotheken oder Wäschereinigungen ausgebaut werden.

 

Die Lebensmittelbranche rüstet also ebenfalls im Jahr 2018 im Omnichannel-Bereich nach, auch marketingtechnisch wird auf den Websites und sozialen Netzwerken vermehrt für die Verknüpfungen geworben. Es wird zudem immer wichtiger, dass Unternehmen auf verschiedenen Plattformen präsent sind, denn die Käufer befinden sich meist mit mindestens zwei Geräten online.

 

Mobile Optimierung

Wer junge Zielgruppen adressiert muss berücksichtigen, dass diese weiterhin zunehmend mobil unterwegs sind. Nach Googles Report „The Changing Face of B2B Marketing“, nutzen 42 % der Kunden Mobilgeträte im Kaufprozess. Von der Produktsuche bis zum Preisvergleich – durch den gesamten Einkaufsprozess hinweg, werden mobile Geräte genutzt. Webauftritte und Onlineshops von Unternehmen sollten deshalb immer mobile Ausspieloptionen berücksichtigen, wenn nicht gar an erste Stelle rücken. Dennoch lohnen sich Apps nur in speziellen Anwendungsfällen. Oft reichen mobil optimierte Darstellungen und Prozesse.

 

Eine App, die viel Zuspruch von den Kunden erhält, ist die s.Oliver Fashion App, die sich seit 2017 im neuen Look zeigt. Zusätzlich bietet sie nützliche Features, wie einen schnellen Check, ob das gewünschte Produkt im Store vorrätig ist oder die digitale Karte für Bonuspunkte – durch eine gut aufbereitete App fühlt sich der Kunde aufgehoben und die Markenbildung wird sichtlich gestärkt, wie die Bewertungen in App-Stores zeigen.

 

Schätzungsweise wird 2018 das erste Jahr sein, in dem über Mobilgeräte mehr Umsatz generiert wird, als über den Desktop – dieser Trend wird nicht abnehmen, da er das Einkaufen bequemer gestaltet. Mobile Optimierung ist schon lange Standard, doch sollten auch alteingesessene Unternehmen in diesem Bereich ihre mobilen Auftritte stetig optimieren.

 

Individualisierung

Der Trend entwickelt sich 2018 von der Personalisierung hin zur Individualisierung – mehr Unternehmen wollen ihren Kunden individuelle Shops anbieten, die auf Kundeninteresse, Kaufhistorie und Predicitive Analytics basieren. Der Kunde legt dann ein Profil an, beantwortet Fragen zu Person, Lieblingsmarken, Kleidungstil etc. und bekommt durch Algorithmen noch passendere Empfehlungen für seine individuellen Bedürfnisse. Touchpoints sollen vermehrt besser auf die Kunden zugeschnitten werden.

 

Auch hier liegt die s.Oliver Fashion App wieder weit vorn – der Kunde hat die Möglichkeit, sein individuelles „Fahsion Profil“ zu erstellen, durch das passgenaue Kundenwünsche gefiltert werden können. Eine spezifische Datenerfassung mit maximaler Sicherheit verhilft dem Kunden zu einem gelungenen virtuellen Einkaufserlebnis und dem Unternehmen zu positiver Resonanz.

 

Augmented Reality und Virtual Reality

Augmented Reality wird auch im E-Commerce ein immer beliebteres Strategiemittel, denn dadurch kann ein großes Problem gelöst werden: Die Aus- und Anprobe von Produkten. Insbesondere in der Modebranche, die eine hohe Retourenquote aufweist, können virtuelle Anproben eine große Hilfe darstellen und die Anzahl an Retouren reduzieren.

 

Es gibt bereits erste AR-Apps, die es ermöglichen, den Esstisch der Begierde samt Stühlen in der eigenen Wohnung zu erleben. In Zukunft werden AR-Anwendungen auch immer häufiger für den E-Commerce genutzt. Außerdem sind digitale Showrooms der Virtual Reality, wie bei Hilfiger und Lagerfeld, eine Option, den Einkauf für den Kunden attraktiver zu machen.

 

Mit der IKEA Place App ist es bereits möglich, sich die Möbelstücke der Begierde ins eigene Wohnzimmer zu holen – über Mobilgeräte werden virtuelle Gegenstände möglichst realistisch platziert und können beliebig verschoben werden. IKEA möchte in Zukunft alle neuen Artikel in der VR-App digitalisieren. Die Einrichtung der Wohnung wird so besser planbar und zu einem Erlebnis für den Kunden. Natürlich können die Möbelstücke direkt online bestellt werden.

 

Im Möbelhaus direkt kann man z.B. eine Küche mithilfe von VR-Technologie virtuell auf ihre Funktionstüchtigkeit testen. Natürlich hat diese Möglichkeit eher einen spielerischen Effekt – das reale Erlebnis, z.B. einen Backofen zu öffnen und dessen Funktionen auszuprobieren, wird VR nicht ersetzen können.

 

Foto-Shopping/visuelle Suche und Social Media Marketing

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte – die Beliebtheit von visuell ausgelegten Plattformen wie Instagram, Snapchat und Pinterest bestätigen das. 2018 befassen sich Unternehmen verstärkt mit der visuellen Suche und dem Foto-Shopping. Sobald die notwendige Technik implementiert wird, genügt ein Foto vom Produkt, um nach demselben oder einem ähnlichen zu suchen.

 

Auf Instagram nutzen Shops verstärkt die „Swipe-up“-Funktion. User werden in den „Insta-Stories“ der Marken oder Influencer direkt durch ein hochwischen auf dem Bildschirm in den Onlineshop des jeweiligen Produktes weitergeleitet. Außerdem können Produkt- oder Dienstleister Bilder in ihrem Feed direkt mit den Shops verlinken – klickt der Nutzer auf das Bild, wird ihm direkt der Preis des Produktes angezeigt. Über diesen Button gelangt er wieder direkt in den Shop. Perspektivisch könnte Instagrams Wert des Social Media Marketings Facebook überholen.

 

Chatbots

Der Kundenservice vieler E-Commerce-Shops steht den Nutzern dank Chatbots 24/7 zur Verfügung, denn persönliche Interaktion ist auch in Onlineshops wichtig. Über sprechen oder texten können Kunden sich bei Fragen oder Problemen jederzeit an die Chatbots wenden. Meist werden an übliche Messenger-Dienste angelegte Chat-Applikationen angeboten, die vielen Kunden bekannt sind. Wie effektiv die künstlich intelligenten Chatbots sind und ob sie einen geschulten Mitarbeiter ersetzen können, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Derzeit sind viele Bots noch nicht sehr intelligent und nicht sehr flexibel.

 

Twyla ist ein Chatbot, der mittels einer Cloud-Lösung funktioniert – Unternehmen können ihn z.B. im FacebookMessenger einsetzen. Er kann dort per Chat mit den Kunden sprechen und ein zielgerichtetes sowie personalisiertes Einkaufserlebnis anbieten. Der Kunde muss nicht mehr über den Onlineshop bestellen. Mithilfe von twyla ergeben sich im Gespräch über schöne Winterpullis Kaufanreize und es kann direkt über den Messenger bestellt werden. Der Chatbot bietet sowohl ein positives Kauf-, sowie auch ein dialogorientiertes Service-Erlebnis. Conversational Commerce wird für viele Unternehmen bald die Zukunft gestalten.

 

 

Trends im E-Commerce wagen

Die Art des Konsums wird sich auch 2018 weiter verändern – dem Kunden soll es ermöglicht werden, immer einfacher einzukaufen. Kundenerlebnisse werden stetig für den Einkauf optimiert. 2018 ist ein Großteil der Menschen mit den E-Commerce-Möglichkeiten vertraut und das System ist beliebt, weil es Einkäufe bequem macht. Die Kunden passen sich immer schneller den digitalen Neuerungen an und werden mit ihrem Umgang schnell vertraut.

 

Jedoch sinkt die Toleranz der Nutzer für Fehler, denn sie setzen voraus, dass Unternehmen ihre Systeme kennen und diese sicher sind. Mit einem gezielten Marketing und technisch ausgereiften Programmierungen können Unternehmen jetzt auf die neuen Entwicklungen reagieren und Gewinnpotentiale ausschöpfen. Firmen sollten verstärkt an der Nutzerfreundlichkeit ihrer Anwendungen arbeiten und mutig sein, die Umsetzung neuer Trends zu wagen.

 

 

 

 

 

 

(1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.