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Die (elektronische) Rechnung, bitte!

21.03.2012 | Kommentare
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Laut einer Befragung des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) und der Creditreform Consumer GmbH (CEG) werden elektronische Bezahlsysteme mehr an Bedeutung gewinnen. Auch wenn derzeit noch die klassische Rechnung als Bezahlung bevorzugt wird, sind die elektronischen Systeme wie PayPal ein immer beliebter werdendes Zahlungsinstrument.

Nutzten 2011 noch 40% die Rechnung bei ihrer Bezahlung, schrumpfte diese Zahl bei der Anfang 2012 durchgeführten Befragung auf 37%. Dies ist immer noch, wenn auch nur knapp, Platz 1 bei den bevorzugten Bezahlungsmöglichkeiten. Während die Zahl der Rechnung sank, konnten die elektronischen Verfahren zur Zahlung wie PayPal, ClickandBuy, sofortüberweisung.de und giropay zusammen 36% erreichen. Letztes Jahr hatten diese zum gleichen Zeitpunkt 10% weniger zu verzeichnen. Andere Bezahlungssysteme, wie die Kreditkarte oder die Vorauskasse mussten Prozentpunkte einbüßen. Das erst genannte sank zwar nur um 1 auf 14%, aber letzteres schon signifikanter von 13 auf 8%.

Was für Verbraucher beim Rechnungssystem vorteilhaft ist, ist für den Händler ein Nachteil. Es stellt ein risikobehaftetes Bezahlverfahren dar, da der Anbieter eine Vorleistung bietet. Deshalb empfiehlt Siebo Woydt (CEG-Geschäftsführer) die Durchführung einer Bonitätsprüfung. Nur so kann herausgefunden werden, ob der Einkäufer über ausreichende Bonität verfügt und damit einhergehend das Zahlungsausfallrisiko möglichst gering ist.

Vor allem Männer nutzen die elektronischen Zahlverfahren öfter als das weibliche Geschlecht (39% bei den Männern, 33% bei den Frauen). Auch die Kreditkarte wird eher von Männern bevorzugt (20% zu 9%). Die „altmodische“ Rechnung kann dagegen eher bei Frauen punkten. 44% von ihnen nutzen dieses System, bei Männern sind es 30%. Insgesamt ist aber zu beobachten, dass beiderseits ein klares Wachstum zu erkennen ist, wenn es um die moderneren Bezahlsysteme geht.

Im Vergleich der Altersklassen ist deutlich zu erkennen, dass die jüngere Generation bis 39 Jahre mehr Gebrauch von den elektronischen Bezahlverfahren macht (39%), die Älteren ab 40 den Kauf per Rechnung mit insgesamt 40% vorziehen. Aber gerade die Anzahl der Leute ab 40 Jahren nimmt zu, die die Bezahlung eines Produkts mit elektronischen Diensten mehr und mehr für sich entdecken. 2011 waren es noch 25% – 2012 sind es mittlerweile schon 34%. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Rechnung insgesamt gesehen an Bedeutung verliert. Letztes Jahr waren es noch 36% der bis 39-Jährigen, heute sind es nur noch 33%. Bei der Gruppe ab 40 sank die Prozentzahl von 43 auf 40.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die positive Entwicklung elektronischer Zahlungssysteme die Richtung für die Zukunft vorgibt. Die Erkenntnis vieler Anwender, dass elektronische Bezahlmöglichkeiten sicher, professionell und bequem sind, zeigt den Händlern, dass sie sich darauf vorbereiten müssen. Sie sollten deshalb nicht nur eine, sondern eine Reihe dieser elektronischen Bezahlvarianten anbieten, damit es nicht zu Kaufabbrüchen kommt. Nur so können in der Zukunft steigende Umsätze seitens der Händler erwartet und die Kunden zufriedengestellt werden.

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