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Der stationäre Handel wird mobil – Einsatz von Tablets

23.03.2014 | Kommentare
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Dass mobile Endgeräte eine wichtige Rolle im digitalen Vertrieb einnehmen, ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Sie unterstützen Cross Channel Strategien und bringen eine Vielzahl an Potenzialen, sowohl für Kunden und Hersteller als auf breiter Anwendungsebene für Händler mit sich. Kunden können über Smartphones oder Tablets unabhängig von Zeit und Ort Produkte bestellen. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit noch im Geschäft, Produktinformationen, Kundenbewertungen und Preisvergleiche abzurufen und sich somit allumfassend über den Händler und dessen Produkte zu informieren. Für den Händler können die mobilen Endgeräte mehr sein, also nur ein Medium mit dem die Kunden ihren Kauf tätigen. Die Verwendung von Tablets im Vertrieb stellt eine Möglichkeit dar, Mobile Devices im Unternehmen gewinnbringend einzusetzen. So werden beispielsweise im Außendienst vermehrt mobile Endgeräte mit auf den Vertrieb zurechtgeschnittenen Apps eingesetzt, welche den Vertriebsmitarbeitern einen ständigen Zugriff auf wichtige Kunden-, Produkt- und Unternehmensdaten liefern.


Stationär mobil sein
Mobile Endgeräte werden erfolgreich im stationären Handel eingesetzt. Bisher wurde vor allem der Einsatz von Smartphones am POS unterstützt. Dazu gehören QR-Codes scannen, Coupons einlösen, mobil bezahlen oder der Einsatz von Location-Based-Services. Diese Nutzungsszenarien sind jedoch vor allem für den Endkunden relevant. Der Verkäufer in der Fläche profitiert eher vom Einsatz von Tablets. Ein fast schon alter Hut sind dabei mit dem Tablet verknüpfte Produktkataloge, die der Verkäufer zur Verkaufsunterstützung gemeinsam mit dem Kunden browsen kann. Spannender, weil deutlich mehrwertiger, sind da schon Lösungen – ähnlich wie im Außendienst, neben Produktinformationen auch Kundeninformationen und eine Direktverknüpfung mit Kasse und weiteren Systemen herzustellen. Dank Tableteinsatz in der Filiale können Prozesse kanalübergreifend verbessert und die Servicequalität gesteigert werden.


Die Umsetzung am POS
Da ist einerseits die Betreuung der Kunden: individuelle Produktberatungen und –konfigurationen, zusätzliche Details und visuelle Vorführungen von komplexen Produkten und eine schnelle Bezahlmöglichkeit. Darüber hinaus können die Tablets mit dem Warenwirtschaftssystem und den Kundenstammdaten verbunden werden, sodass Preisänderungen, Überprüfung der Warenverfügbarkeit und Aufrufen des Kundenkontos begünstigt werden. Die dadurch ermöglichte zielgerichtete Ansprache des Kunden wirkt sich positiv auf die Umsätze und die Kundenbindung in den stationären Geschäften aus. Auch die Usability spricht für den Einsatz von Tablets am POS, denn diese ist im Vergleich zu anderen Systemen relativ simpel, da intuitiv und in der Regel schon aus dem privaten Leben bekannt. Der Einführung von mobilen Endgeräten steht also auch von Seiten der Bedienbarkeit nichts im Wege, solange die Mitarbeiter den Umgang und Nutzen im Hinblick auf Kundenberatung erkennen und umsetzen können. Doch der Trend in diese Richtung ist deutlich erkennbar, sodass auf kurze Sicht die Veränderungen der stationären Filialen eine Integration von Tablets als selbstverständlich erachtet werden.


Nicht nur als Kassensystem einsetzbar
Viele Apps im Bereich Innendienst haben sich auf die Gastronomie spezialisiert, doch auch im Einzelhandel gibt es schon einige Anbieter, die vor allem mit mobilen Lösungen für das Kassensystem werben. Einer der wichtigsten Vorteile ist dabei die Vermeidung von Warteschlangen an den Kassen. Auch der der Kostenfaktor ist zu berücksichtigen, denn ein mobiles Kassensystem ist in der Regel weitaus billiger als ein klassisches Kassensystem. Für die Mitarbeiter bietet es außerdem die Flexibilität, den Kunden an Ort und Stelle abzukassieren, ob nun klassisch mit Bargeld oder Kreditkarte oder mittels NFC. Die meisten Apps bilden neben den Kassensystemen auch die MDE-Funktionen ab, sodass die herkömmlichen Geräte ersetzt werden können. Aber auch andere Szenarien sind mit Hilfe der Apps möglich: Mitarbeiter können sich während des Verkaufsgespräches die Kundenhistorie ansehen und somit besser auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Dies wird durch den mobilen Zugriff auf die CRM-Daten ermöglicht. Darüber hinaus kann die Verfügbarkeit nicht vorhandener Produkte in naheliegenden Filialen geprüft werden oder aber der Berater bestellt die Ware direkt via Tablet im Online Shop.


Wichtig ist vor allem der richtige Umgang der Mitarbeiter mit den POS-Apps, denn die Innovation durch Tablets bringt nur dann Nutzen wie Kundenbindung, Umsatzsteigerung oder Cross-Selling, wenn der Kunde auch schnell, einfach und überzeugend beraten wird. Langfristig werden Tablets am POS zu einem festen Bestandteil des Ladenkonzeptes gehören und in einigen Branchen sogar die klassischen Kassensysteme vollständig ersetzen. Der Einsatz von Mobile Devices im Einzelhandel ist darüber hinaus ein wichtiger Teilbereich einer Cross Channel Strategie, vorausgesetzt eine erfolgreiche Umsetzung liegt dem zugrunde. Der Zugriff auf alle wichtigen Daten des Kunden oder der Warenwirtschaft ermöglicht kanalübergreifende Information, Verwaltung und Verkauf.

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