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Augmented Reality = Augmented Retail!?

18.09.2013 | Kommentare
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Tesco, Nike, Google und selbst der Playboy
alle nutzen Augmented Reality (AR) und das nicht erst seit Kurzem. Die Liste der Einsatzfelder ist lang, ob Architektur, Medizin, Games, Navigation oder Werbung – die Verbindung der realen Welt mit virtuellem Content ermöglicht einen völlig neuen Blick auf die Realität. Der Einsatz von Augmented Reality eingebunden in Apps, z.B. solche die GPS, Kompass und Kamera zur Routenplanung, Hotel- und Restaurantsuche verwenden, stellt mittlerweile keinen Neuheit mehr dar. Wegbeschreibungen, Zusatzinformationen und Kundenrezensionen zu Orten in der Umgebung – es gibt eine Vielzahl von AR-Apps, die unseren Alltag erleichtern.


Dass diese Technik funktioniert, steht somit außer Frage. Aber wie können Händler durch den
Einsatz von Augmented Reality profitieren? Ist es für den Handel bald unumgänglich Produktpräsentationen und Werbung durch AR zu erweitern, um den Kunden am Puls der Zeit zu erreichen?
AR im Handel ermöglicht in der Regel eine erweiterte Präsentation und Information zu Produkten, indem zusätzliche Aspekte zur Herkunft sowie Produktdetails angezeigt werden. Dafür müssen einfach sogenannte Marker auf dem Produkt mit dem Smartphone, unter Verwendung der zugehörigen App, gescannt werden und schon erscheinen virtuelle Animationen. Diese können zu rein informativen Zwecken oder auch spielerisch genutzt werden, indem beispielsweise Fotos aufgenommen werden, die in sozialen Netzwerken geteilt werden können. Im Handel ist neben der erweiterten Information und Darstellung von Produkten, jedoch vor allem das virtuelle „Anprobieren“ beliebt. So ist es möglich den Prozess der langwierigen Anprobe im stationären Geschäft
abzukürzen, indem z.B. Kleidung und Accessoires an einem „virtual mirror“ angesehen werden können. In einigen Filialen, zum Beispiel bei PUMA wird diese spektakuläre neue Technologie bereits getestet. Deutlich verbreiteter ist jedoch die Nutzung von AR mit dem Laptop und mobilen Endgeräten bequem von zu Hause aus. Vor allem Anbieter von Brillen wie Mister Spex oder Ray Ban, aber auch Möbelhändler machen AR erlebbar. Ikea ermöglicht es seinen Kunden die Möbel in die eigenen vier Wände zu bringen – virtuell und nicht physisch, versteht sich. Dafür müssen Icons im Katalog mit einem mobilen Endgerät gescannt werden und schon lassen sich die Möbel in beliebiger Farbe in der Wohnung zurechtrücken. Auch Butlers setzt auf diese Technologie und bringt eine AR-App auf den Markt, mit der sich die Möbelstücke in der Wohnung beliebig platzieren und kombinieren lassen.


AR stellt somit einen wichtigen Baustein einer gelungenen Customer Experience dar, vorausgesetzt alles funktioniert so wie es sich der Kunde vorstellt. Demnach ist eine schnelle und benutzerfreundliche Bedienung der AR-Anwendung Pflicht. Dazu gehört auch eine schnelle Erkennung der Marker, denn ein Tablet so lange still zu halten bis der Marker auch tatsächlich gescannt ist, kann durchaus in den Armen wehtun und die Nerven strapazieren. Die Weiterleitung zum Warenkorb oder auch eine Anzeige, wo sich die Produkte im Store befinden, können dabei helfen den Kunden bis zum letzten Schritt zu begleiten. Der Kunde soll ja schließlich zum Kauf animiert werden. Einfache Printkataloge können aufgewertet werden und erreichen somit auch die technologieaffine jüngere Zielgruppe. Der Einsatz von AR kann dazu beitragen die Kundenzufriedenheit zu steigern, denn je mehr Informationen über ein Produkt verfügbar sind bzw. je besser ein Produkt präsentiert wird, desto eher entspricht das reale Produkt auch der Vorstellung des Kunden. Somit könnten Retouren und Negativbewertungen vermieden werden. Der Zeit- und Bequemlichkeitsfaktor der Kunden spielt dann eine Rolle, wenn AR zu langen Wartezeiten führt und unhandlich im Gebrauch ist. AR sollte also unbedingt reibungslos funktionieren, um die Nutzer zu begeistern. Mit technologischem Fortschritt könnte Augmented Reality alltäglicher Begleiter im Handel werden. Es lohnt sich also für den Handel diesen Trend genauer zu beleuchten.

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