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Digital Transformation 2016 – Der lange Weg zur Digital Excellence (Teil 1)

2.02.2016 | Kommentare
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Das digitale Zeitalter ist, wie kaum eines zuvor, geprägt von Dynamik und ständigen Veränderungen im schneller werdenden Rhythmus. Die große Kunst ist es, trotz aller Innovation, Transformation und des Fortschritts, den reflektierenden Blick zurück nicht zu vergessen. Denn dieser disruptive Wandel erschwert es den objektiven Blick auf die eigenen Stärken, Schwächen und Potentiale zu richten und beizubehalten. Da dieses Thema extrem umfangreich ist, werden hierzu zwei Artikel erscheinen. In diesem ersten Teil der Serie werden zunächst die aktuellen Herausforderungen betrachtet und die Einsatzmöglichkeiten von Reifegradmodellen beschrieben, um im zweiten Teil die 5 großen Fragen rund um die digitale Transformation zu diskutieren.

 

Digitale Transformation ist vielleicht DAS Buzz-Word der Jahres 2015. Viele Beschreibungen passen zu diesem Prozess, den viele Unternehmen aktuell und auch zukünftig durchlaufen: disruptiv, herausfordernd, ressourcenintensiv – vor allem aber: überlebenswichtig. Es gilt für Unternehmen nahezu jeder Branche sich auf das digitale Zeitalter ein- und umzustellen. Entlang der gesamten Customer Journey fordern die Kunden der Generation Y Fortschritte im Bereich der Digitalisierung.


Die Herausforderungen sind dabei enorm – und treten häufig parallel im Prozess der digitalen Transformation auf. Das Gefühl der Überforderung entsteht da schnell bei den Entscheidungsträgern. Hier sollen daher kurz die Top-3-Herausforderungen angesprochen werden, die 2015 häufig Kopfzerbrechen verursachten:


  • Eine präzise, ausgereifte Digitalisierungsstrategie
    Die Strategiefrage ist und bleibt eine der entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche digitale Transformation. Auch wenn verschiedene Studien mittlerweile offenbaren, dass die Digitalisierung ihren Weg in viele Strategiepapiere gefunden hat, sind konkrete Digitalisierungsstrategien noch nicht die Regel. Dabei sind genau solche präzisen, durchdachten Strategien der Weg zur weitestgehend problemfreien Transformation.

  • Die optimale Investitionshöhe
    Laut der Studie von E&Y sind in 31 % der gescheiterten Transformationen finanzielle Engpässe der ausschlaggebende Grund. Keine Überraschung – Transformation gelingt nur mit gezielten Investitionen in Infrastruktur, Software und Humanressourcen. Das Problem entsteht ganz real, wenn das Topmanagement die Wichtigkeit der Digitalisierung unterschätzt oder schlichtweg die finanzielle Situation keine größeren Budgets zulässt. Auch wenn aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Entscheidung gegen Großinvestitionen sinnvoll erscheinen mag, sollte hier langfristig gedacht werden. Der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit droht fast zwangsläufig, sollten die Unternehmen zu wenig in das Zukunftskonzept investieren.

  • Alle Potentiale entdecken und nutzen
    Im Rahmen der digitalen Transformation werden zu selten die Potentiale ausgeschöpft. Die Frage nach dem Warum ist dabei interessant. Ein Hauptgrund ist sicherlich der Faktor Komplexität, sowie der Faktor Dynamik. Doch bereits vor Beginn der digitalen Transformation ist es sinnvoll sich im Markt zu verorten. Im vielschichtigen Wandlungsprozess fällt es Verantwortlichen häufig schwer, objektiv den Fortschritt im Transformationsprozess und den aktuellen Vergleich zu Wettbewerbern im Blick zu behalten. Doch nur so können Schwachstellen identifiziert und ausgebessert werden. Sich systematisch zu hinterfragen und alle Bereiche nach verdeckten Potentialen zu durchleuchten bleibt 2016 eine große Herausforderung.

  • Als Lösung, insbesondere für die Problematik der verdeckten Potentiale, kann der Einsatz von Reifegradmodellen im Rahmen einer Beratung helfen. Bei der üblichen Selbstreflexion fallen diese offenen Potentiale häufigkaum auf. Durch eine systematische, reflektive Betrachtung hingegen wichtige Rückschlüsse gezogen werden: Wo steht mein Unternehmen in den Bereichen Cross Channel, Big Data und vielen anderen Bereichen im Vergleich zur Konkurrenz? Biete ich meinen Kunden entlang der gesamten Customer Journey ein digital ausgereiftes Erlebnis? Reifegradanalysen hinterfragen systematisch den Fortschritt der digitalen Transformation. Der Weg zur „Digital Excellence“ ist weit – und gelingt nur, wenn man sich nicht mit Mittelmaß zufrieden gibt.




    How does it work? Reifegradanalysen als Standortbestimmung


    Zunächst ist zu erwähnen, dass es durch verschiedene Beratungshäuser dutzende verschiedene Modelle gibt, die sich in der Anzahl der Reifegrade, der Dimensionen und der Items unterschieden. Ziel ist es letztlich aber immer sowohl einen Gesamtüberblick zu liefern, wie fortgeschritten das Unternehmen im Vergleich zum Markt ist, als auch wo Schwachstellen zu finden sind.


    Das Vorgehen variiert ebenfalls: Von Online-Fragebögen bis zu weitestgehend qualitativen Interviews. Ohne eine ehrliche Befragung der beteiligten Entscheidungsträger geht es jedoch nicht. Auch das beste Modell scheitert an dem Punkt, an dem entweder der Wille zur ehrlichen Reflexion oder ausreichend tiefe Kenntnisse über den Transformationsprozess fehlen. Im Idealfall beantworten die Verantwortlichen eine Reihe von Fragen zu verschiedenen Bereichen. Die Einschätzungen zu jeder Dimension werden anschließend zu einem Score zusammengefasst, um letztlich einen Reifegrad aussprechen zu können.

    Netz

    Der Nutzen liegt dabei für Unternehmen auf drei Ebenen: Die reflektive Hinterfragung an sich ist bereits ein wertvolles Instrument und ratsam bei vielen Unternehmensveränderungen. Da das Vorgehen systematisch und erprobt ist, gelingen jedoch häufig Erkenntnisse und verdeckte Potentiale, die sonst unerkannt bleiben würden. Und letztlich ist die Verortung im Markt auch hilfreich für zukünftige Richtungsentscheidungen: Wo liegen unsere Stärken – wie können wir uns von der Konkurrenz abheben?
    Reifegradanalysen können bei richtiger Anwendung echten Mehrwert schaffen. Doch selbstverständlich löst dies nicht alle Herausforderungen. Diese fünf Themen bereiten vielen Entscheidungsträgern echte Kopfschmerzen:


  • (1) Ganzheitliche Transformation vs. Silos
  • (2) Das E-Commerce: Immer Ausgangspunkt und Plattform der Transformation?!
  • (3) Who´s leading? Der ideale Treiber der Digitalisierung.
  • (4) Digitalisierung & Diversifizierung
  • (5) Mit oder ohne? Choose the right Partner.

  • Mehr zu diesen Themen dann im zweiten Teil der Serie.

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