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Mit Digital Leader durch die Digitalisierung

30.08.2017 | Kommentare
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Die digitale Transformation erfordert ein neues Denken, einen kulturellen Change. Dieser geht das gesamte Unternehmen etwas an und fordert sowohl von den Führungskräften, als auch von den Mitarbeitern Anpassungsfähigkeit. Denn der kulturelle Wandel bringt auch eine neue Form der (internen) Kommunikation in die Unternehmen.
Alle Beteiligten müssen sich mit neuen Kanälen auseinandersetzen und schnell lernen, diese zu nutzen. Durch neue Plattformen wird eine schnellere Kommunikation über mehrere Ebenen hinweg ermöglicht und so beispielsweise einer Bottom-Up-Digitalisierung der Weg geebnet.

Mit den neuen, digitalen Kommunikationskanälen verändert sich also vor allem auch die Organisation im Unternehmen, da diese alle Unternehmensprozesse beschleunigt. Mit der Beschleunigung geht eine flexiblere Organisation und letztendlich auch eine höhere Effizienz einher, denn Mitarbeiter können schneller informiert und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Entscheidungen werden demnach transparenter und starre Strukturen werden aufgebrochen. Das vermittelt den Mitarbeitern das Gefühl (und ist auch tatsächlich so), mehr an der Bestimmung von Unternehmenszielen teilhaben zu können. Es motiviert sie ebenfalls, selbst Input zu erbringen, ihn auf schnellsten Wegen an das Management heranzutragen und im Gegenzug innerhalb kürzester Zeit Feedback zu erhalten. Kurz gesagt haben die Mitarbeiter mehr Spaß an ihrer Arbeit.

Doch warum geht die digitale Transformation trotz all dieser Vorteile vor allem in deutschen Unternehmen oft nur schleppend voran? Es ist die Angst vor Fehlentscheidungen, die nicht nur die Entscheider, sondern auch die Fachkräfte daran hindert, den Wandel voranzutreiben. Erfolgreich werden aber nur die Unternehmen sein, die ihre Denkmuster verändern und neue Geschäftsmodelle verwirklichen.

Dafür braucht es geeignetes Führungspersonal und am besten einen Digital Leader, der die Digitalisierung als zentrales Fokusthema vermittelt, deren Wichtigkeit verständlich macht und die Leute an die Hand nimmt. Die technischen Möglichkeiten, um Inhalte anders aufzubereiten und Dialoge online zu führen, sind dank moderner Tools sehr vielfältig.

Um den digitalen Wandel erfolgreich vorantreiben zu können, muss der Digital Leader über möglichst viel Fachwissen verfügen und mit den notwendigen Einfluss- und Steuerungsmechanismen ausgestattet sein. Eine wichtige Rahmenbedingung ist dabei, dass dieser „digitale Scout“ vom operativen Geschäft freigestellt ist und direkt der Führungskraft der Abteilung oder der Geschäftsführung unterstellt wird. In der Hierarchie wäre er idealerweise dem Vorstand oder der obersten Führungskraft der jeweiligen Abteilung zugeordnet.

Je vielseitiger die persönlichen Erfahrungen des Digital Leader sind, desto besser gelingt es ihm, verhärtete Strukturen im Unternehmen aufzubrechen, ohne dabei Traditionen komplett außen vor zu lassen. Es muss ihm gelingen, die Leute von der Digitalisierung zu begeistern. Innovation und innovative Denkweisen im Mitarbeiterkreis müssen gefördert werden, indem Digital Leader und Führungspersonen mit gutem Beispiel vorangehen. Ideen, Informationen und Erkenntnisse müssen geteilt werden und so eine Kultur des Wissensaustauschs geschaffen werden. Denn nur, wenn wirklich jeder Einzelne dazu bereit ist, kann ein Unternehmen den digitalen Change meistern. Dafür müssen die Mitarbeiter Branchenneuheiten im Auge behalten, über Verbrauchertrends auf dem Laufenden bleiben und somit das Unternehmen voranbringen. Und das betrifft nicht nur die IT, alle Fachkräfte sollten auf die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung eingestellt sein.

Das Prinzip der inneren Kohärenz von Aaron Antonovsky (israelisch-amerikanischer Professor der Soziologie) beschreibt, wie eine Organisation dazu kommt, aus den Prinzipien Sinn, Verständnis und Umsetzbarkeit, letztendlich zu handeln. Es ist nämlich wichtig, sich bewusst zu sein, dass die Mitarbeiter neue Projekte und Abläufe erst vollständig akzeptieren müssen, bevor diese durchgesetzt werden können.


Laut Antonovsky müssen die folgenden Punkte erfüllt sein:

1. Chancen und Ziele des Projektes müssen für alle Beteiligten Sinn ergeben.

2. Funktionsweisen, die dahinter stecken, müssen verständlich sein.

3. Die Ziele des Projektes müssen für die Beteiligten realistisch und damit wirklich umsetzbar sein.



Wenn ein Unternehmen digitalisiert, muss sich von bestehenden Strukturen und Prozessen verabschiedet werden und genau aus diesem Grund ist das Prinzip von Antonovsky ein interessanter Lösungsansatz. Der Digital Leader vermittelt den Führungskräften und Mitarbeitern das Thema Digitalisierung und macht die Abläufe und Mechanismen verständlich. Als „digitales Kompetenzzentrum“ kann er Ängste abbauen und neue Prinzipien erklären.

Wenn er es schafft, die Chancen zu vermittelt, die mit der Digitalisierung für die Menschen einhergehen, so bringt er den Leuten auch den Sinn des Ganzen näher, da die Mitarbeiter die nützlichen Aspekte der Digitalisierung als sinnvoll erachten.
Im letzten Schritt kann er die Beteiligten in der Umsetzung der neuen Projekte mithilfe der vermittelten Methoden unterstützen.

Ziel des ganzen Wandels können sowohl Digital Leadership, Enterprise 2.0 oder aber auch Arbeiten 4.0 sein. Vor allem sind aber Verbesserungen der internen Kommunikation und der Zusammenarbeit das wichtigste Ergebnis.

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